Live-Stream am 10. Juli 2020 um 18 Uhr: Klassenpolitik versus Identitätspolitik – ein Scheideweg für Die LINKE/Linke?

In Deutschland und anderen Ländern wenden sich Arbeiter*innen und Ärmere immer mehr von den linken Parteien ab und rechtspopulistischen Kräften zu. Doch was sind die Ursachen dafür? Wie bedrohlich ist diese Entwicklung für die Linke? Und wie können wir gegensteuern? Darüber wird in und außerhalb der Linken leidenschaftlich debattiert.

Eine Richtung sagt in etwa: Auf der neuen Konfliktachse zwischen “kommunitaristischen” und “kosmopolitischen” Einstellungen hat die Linke/LINKE sich einseitig aufgestellt. Sie steht auf der Seite der weltoffenen, kulturell liberalen, individualistischen, besser gebildeten und besser verdienenden Schichten. Statt Klassenpolitik für die breite Mehrheit betreibt sie “Identitätspolitik” für Sondergruppen.

Die Gegenposition lautet: Die Arbeiterbewegung war von Anfang an eine identitätspolitische Kraft, die den weißen, männlichen Industriearbeiter ins Zentrum stellte. Die moderne Arbeiter*innenklasse ist jedoch differenziert, mit unterschiedlichsten Interessen und Anliegen, die man auch ansprechen und berücksichtigen muss. Die Debatten um Identitätspolitik gegen Klassenpolitik und “Kommunitaristen” gegen “Kosmopoliten” sind künstlich und schaden der Linken/LINKEN.

Welche Seite hat recht? Oder ist an beiden etwas dran? Und was bedeuten überhaupt diese ganzen rätselhaften Begrifflichkeiten?

Um beide Positionen zu debattieren, laden die Sozialistische Linke Berlin und das Marx-Engels-Zentrum Berlin Euch ganz herzlich zu einer Podiumsdiskussion ein.